Doomscrolling
Doomscrolling ist das zwanghafte, ausgedehnte Scrollen durch negative oder alarmierende Inhalte – Nachrichten, Streitereien, Krisen – über den Punkt hinaus, an dem sie informieren, bis zu dem Punkt, an dem sie belasten.
Das Wort verbreitete sich 2020, als die Nachrichtenzyklen des Lockdowns auf die endlosen Feeds trafen, und Merriam-Webster und das Macquarie Dictionary nahmen es noch im selben Jahr auf. Es beschreibt eine Schleife: Angst löst einen Blick aufs Handy aus, der Feed liefert mehr Angst, die Angst löst den nächsten Blick aus. Der Feed hat kein Ende, also hat die Schleife keinen natürlichen Ausgang.
Was es unterbricht, ist keine Information – du weißt schon, dass es dir nicht guttut – sondern Reibung im Moment des Nachschauens. Nachrichten-Pushs auszuschalten nimmt einen Auslöser weg; eine Pause, bevor die App sich öffnet, nimmt den Reflex weg; ein begrenztes Zeitfenster („zehn Minuten und danach eine Erinnerung“) gibt der Sitzung ein Ende, das der Feed nie geben wird.
Verwandt: Cortex app fügt eine Pause ein, bevor X, Reddit oder Instagram sich öffnet, und fragt, ob das Öffnen Arbeit, Freizeit oder Autopilot ist – die Frage, die den meisten Doomscrolling-Sitzungen nie gestellt wurde. →
Pause Point →Scrollen im Autopilot →
Fragen
Ist Doomscrolling dasselbe wie gedankenloses Scrollen?
Nein. Scrollen im Autopilot ist jedes Scrollen ohne Entscheidung; Doomscrolling betrifft speziell negative Inhalte und kommt meist eher von Angst als von Langeweile.
Welche Apps sind dafür am schlimmsten?
X und Nachrichten-Apps beim Inhalt; TikTok und Instagram bei der Dauer. In den Daten von Cortex app hat X die niedrigste Widerstandsrate aller Apps: Der Blick kostet wenig und die Belohnung ist unvorhersehbar.
4,9 ★ · 128 Bewertungen im App Store · iOS 17+